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Vegan, vegetarisch – wer isst was?

Vielleicht hast du auch in letzter Zeit häufiger das Gefühl, dass immer mehr Menschen plötzlich spezielle Essgewohnheiten entwickeln? Vor ein paar Jahren waren du und deine Freunde noch regelmäßig zusammen bei einer großen amerikanischen Fastfood-Kette Burger mampfen aber auf einmal geht das nicht mehr so einfach?

Die einen essen plötzlich kein Fleisch mehr (na gut, von diesen Vegetariern hat man schon mal gehört!), aber die nächsten bekommen plötzlich Bauchschmerzen von Milchprodukten (Laktose-intoleranz) und die anderen,… tja, was essen eigentlich diese Veganer?! Entschuldigung, aber wer soll denn da bitte noch durchsehen?

Falls es dir ähnlich geht und du dich fragst, wer was isst, dann kann dir dieser kleine Überblick über die gängigsten Ernährungsweisen vielleicht helfen. Los geht’s:

Alles-Esser

Der Alles-Esser ist nicht pingelig, sondern isst, was auf den Tisch kommt. Vielleicht hat er einige mehr oder weniger ausgeprägte Abneigungen (iiihh Rosenkohl), aber sonst isst er alles, was ihm gut schmeckt.

Kurz gesagt: “Hm lecker, was ist das? Ach egal, her damit!”

Pescetarier

Der Pescetarier hat sich dazu entschieden, kein Fleisch mehr zu essen. Dies kann aus moralischen oder ökologischen Gründen passiert sein, vielleicht weil ihm der Geschmack von Fleisch nicht gefällt, oder weil er es nicht so gut verträgt. Trotzdem findet er Fisch super. Daher kommt auch die Bezeichnung dieser Ernährungsweise: “pesce” ist das Lateinische Wort für Fisch.

Kurz gesagt: “Ich bin Vegetarier, aber ich esse Fisch.”

Vegetarier

Der Vegetarier möchte gar keine Lebewesen essen und entscheidet sich sowohl gegen Fisch als auch Fleisch auf seinem Teller. Auch hier können die Gründen variieren (moralisch, ökologisch, Geschmack, Bekömmlichkeit). Vegetarier essen hingegen Produkte, die von Tieren stammen, wie beispielsweise Milch oder Eier. Zu tierischen Nebenprodukten wie Leder gibt es, soweit ich weiß, keine einheitliche Meinung. Je nach Quelle wird die Zahl der Vegetarier in Deutschland auf zwischen 7% und 10% geschätzt.

Kurz gesagt: “Ich esse nichts, was mal Augen hatte.”

Flexitarier

Der Flexitarier möchte sich nicht dogmatisch auf eine Ernährungsweise festlegen. Er bleibt flexibel und ist manchmal Vegetarier und manchmal Alles-Esser. Er passt einfach in keine Schublade, sondern findet seinen individuellen Mittelweg zwischen einer hauptsächlich vegetarischen Ernährung und gelegentlichem Fleischkonsum. Es gibt keine feste Regel, wie häufig Fleisch erlaubt ist – die Grenzen sind schwimmend, flexi eben!

Kurz gesagt: “Vegetarisch essen finde ich ziemlich gut, aber manchmal hab ich eben Lust auf Fleisch. Und es ist mir ehrlich gesagt egal, wie du das jetzt findest.”

Veganer

Nun zu diesen Veganer. Wer sich vegan ernährt, hat sich enschieden, keine Produkte mehr zu essen, die Tier sind oder vom Tier stammen. Dies umfasst alle Lebensmittel von Fleisch über Milchprodukte bis hin zu Eiern und Honig. Veganismus umfasst jedoch meistens mehr als eine Ernährungsweise. So würden die meisten Veganer kein Leder und Wolle tragen oder an Tieren getestete Kosmetik benutzen. Leider haben viele Leute das Vorurteil, dass Veganer schwierige Charaktere sind, weil sie zum Teil etwas mäkelig oder manchmal belehrend erscheinen. Das kann man aber gar nicht verallgemeinern und es gibt eine Menge friedliche und zauberhafte Veganer. Der Vebu schätzt die Zahl der Veganer in Deutschland auf etwa 1% der Bevölkerung.

Kurz gesagt: “Ich konsumiere nichts, was mit Tieren zu tun hat. Und ich würde dir auch gerne erklären warum.”

Frutarier

Der Begriff Frutarier leitet sich vom englischen Wort “fruit”=Frucht ab. Zum Speiseplan des Frutariers gehören Obst, Gemüsefrüchte (z.B. Avocados) und Nüsse und Samen. Frutarier essen keine tierischen Lebensmittel und sind daher eine Untergruppe der Veganer.

Kurz gesagt: “Ich esse nur Obst, Nüsse und Samen.”

 

Hier ist eine kleine grafische Darstellung, die die bisherigen Erkenntnisse anschaulich verdeutlicht:

gesunde_vegane_ernährung_wer_isst_was

 

Die bisher aufgeführten Ernährungsarten sind das Resultat persönlicher Entscheidungen. Darüber hinaus gibt es aber auch Ernährungsweisen, die aus Unverträglichkeiten und allergische Reaktionen auf gewisse Substanzen in unserer Nahrung resultieren. Hier sind einige aufgelistet:

Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz ist eine Unverträglichkeit gegenüber dem Zucker, der in Milch enthalten ist (Laktose). Die Betroffenen besitzen zu wenig von dem Verdauungsenzym Laktase, das normalerweise den Milchzucker Laktose aufspaltet. Daher können Menschen mit Laktoseintoleranz Laktose nicht ordentlich verdauen und haben Verdauungsbeschwerden und andere Symptome, wenn sie Milchprodukte wie Milch, Sahne, Käse etc. essen. Dies trifft für große Teile der Menschheit zu. Laut Wikipedia sind ganze 75% der Weltbevölkerung und immerhin 15% der Deutschen laktoseintolerant.

Kurz gesagt: “Bitte keine Milch für mich, sonst bekomm ich Bauchschmerzen, danke.”

Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) oder Glutensensitivität 

Gluten wird auch Klebereiweiß genannt und ist ein Bestandteil von verschiedenen Getreidesorten (z.B. Weizen, Roggen, Dinkel). Das Klebereiweiß sorgt dafür, dass man aus glutenhaltigen Mehlsorten Brote in Laibform backen kann, die nicht wie Fladenbrot zusammenfallen.

Einige Menschen sind allerdings gegen Gluten allergisch. Sie leiden an Zöliakie. Bei ihnen löst das Klebereiweiß eine Entzündung der Darmschleimhaut aus. Das ist so unangenhm und schädlich, dass die Betroffenen ganz auf glutenhaltige Produkte verzichten müssen. Laut Wikipedia sind circa 1 % der Deutschen davon betroffen.

Bei Glutensensitivität reagiert man sensibel auf Gluten, kann aber kleine Mengen davon vertragen. Meistens geht es den Betroffenen besser, wenn sie ganz auf Gluten

Kurz gesagt: “Bitte kein Weizenbrot für mich, sonst bekomm ich Bauchschmerzen, danke.”

Ich hoffe jetzt sind alle Klarheiten beseitigt? Hab ich was Wichtiges vergessen? Ich freue mich über deinen Kommentar 🙂 Danke.

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